Daunenmantel – warm und kuschlig muss er sein

Daunenmantel - warm und kuschlig muss er sein Daunenmäntel haben das gewisse Etwas an sich: Man weiß ganz genau, dass sie einen kuschelig warmhalten werden, egal wie kalt es auch werden mag. Okay, ob sie tatsächlich figurbetont sind, darüber lässt sich streiten. Aber ganz ehrlich: Im Winter ist es doch viel wichtiger, dass man sich warmhalten kann. Auch in der Übergangszeit leisten Daunenmäntel bereits sehr gute Dienste, denn sie können sich wunderbar an die vorhandene Temperatur anpassen. Möchte man sich aber einen Daunenmantel kaufen, ist das gar nicht so einfach. Es gibt nämlich so einiges, das beim Kauf beachtet werden sollte!

Die Arten von Daunenmäntel

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Arten von Daunenmäntel:
  • Daunenmäntel für den Winter
  • Daunenmäntel für die Übergangszeit im Herbst oder Frühling: Sie sind zwar ebenfalls mit Daunen gefüttert, aber besitzen eine wesentlich dünnere Daunenschicht. Daher sind sie auch nicht so dick wie die Wintermodelle. Vielmehr sind sie dünn, sodass man in ihnen die Beweglichkeit nicht verliert, wie es bei den Wintermodellen manchmal schon der Fall sein kann. Dies ist jedoch vom Schnitt und dem Hersteller bzw. dem Zweck des Mantels abhängig.
Zudem unterscheiden sich die Daunenmäntel anhand der verwendeten Daunen. Je höher das Isoliervermögen einer Daune ist, desto höher ist ihre Qualität. Je höher also die Qualität ist, desto mehr Kälte können sie abpuffern. Leider schlägt es sich im Preis nieder, denn diese Daunenmäntel hoher und höchster Qualität sind tatsächlich relativ teuer. Dennoch stellt sich die Frage, welche Daunenmantel für den Winter am besten geeignet ist. Schließlich darf man nicht vergessen, dass es in diversen Regionen Deutschlands im Winter nicht nur lausig kalt, sondern auch stark verschneit ist. Das optimale Wetter für das Tragen von Daunenmänteln.

Die optimale Winterdaune

Was ist überhaupt eine Daune? Es handelt sich hierbei um Federn aus dem Untergefieder von unterschiedlichen Vögeln. Je nach Vogelart hat die Daune eine andere Qualität. Bereits am Körper des Vogels hält die Daune die Wärme perfekt am Körper. Genau diese Qualität macht man sich zu Nutze, wenn man die Daune für Wintermäntel und -jacken, aber auch für Bettdecken und -kissen verwendet. Dabei ist sie atmungsaktiv. Sie sind kuscheligweich und ohne Kiel, sodass sie weder das Gewebe noch den Träger stechen können. Echte Daunen sehen aus wie eine Schneeflocke, wenn man sie einzeln in die Luft wirft. Die feinen Verästelungen der Daune sorgen dafür, dass sie ein relativ großes Luftvolumen umschließen können. Man könnte sagen, sie bringen die Luft dazu stehen zu bleiben. Und genau diese stehende Luft ist es, die den isolierenden Effekt hervorbringt. Zudem sind die Daunen atmungsaktiv. Anders ausgedrückt besitzen sie eine Möglichkeit, die Feuchtigkeit erfolgreich aufzunehmen und langsam wieder abzugeben. Dies geschieht sehr kontrolliert. Auskühlende Nässe, die die Isolation schwächt, kann auf diese Weise nicht direkt an den Organismus gelangen. Da sie extrem leicht sind, fühlt man die Jacke nicht so schwer auf den Schultern, wie man dies vermuten würde.

Eine Daune ist weiß, richtig?

Diese Aussage ist nicht vollkommen richtig. Denn Daunen können durchaus unterschiedliche Farben besitzen: Grau, weiß, bräunlich. Aus psychologischer Sicht ist die weiße Daune besonders wertvoll. Allerdings hat die Farbe nichts mit der isolierenden Fähigkeit zu tun. Vielmehr ist es die Herkunft, die entscheidend ist. Nicht jeder Vogel besitzt die gleichen isolierenden Fähigkeiten. Kein Wunder, denn nicht alle Vögel, die als Daunenlieferant zur Verfügung stehen, benötigen das volle Isolierungsspektrum. Am liebsten werden für Daunenmäntel Enten- oder Gänsedaunen verwendet. Optisch scheinen sie identisch. Jedoch weisen die Gänsedaunen ein größeres Vermögen an Isolationsfähigkeit auf. Die Entendaunen erreichen nur knapp 87% der Isolationsfähigkeit der Gänsedaunen auf. Zudem sind die Gänsedaunen größer, länger und weisen eine größere Füllkraft auf. Dennoch sollte man sich stets, wenn die Option vorhanden ist, von der guten Gänsedaune abwenden. Unter den Entendaunen gibt es aber auch Unterschiede. So ist die Daune der Eiderente unter allen Daunen die kostbarste. Sie leben in nordischen Gebieten, sind aber eine ausschließlich wild lebende, geschützte Entenart. Gleich nach Beendigung der Brutzeit werden die Daunen per Hand gesammelt. Da jedoch pro Nest nur knapp 20g gesammelt werden können, ist es durchaus verständlich, warum Produkte mit Eiderentendaunen so fürchterlich teuer sind. Ein Daunenmantel mit Eiderdaune sind wahre Kostbarkeiten.

Wie pflege ich einen Daunenmantel richtig?

Es ist verständlich, dass als allererstes gedacht wird, dass man jeden Daunenmantel in die Reinigung geben muss, um ihn wirklich gut gepflegt und sauber wieder in die Hände zu bekommen. Denn Daunen sind sehr empfindlich. Aber eigentlich ist das gar nicht nötig, denn es gibt so einiges, was Sie selber tun können, um den Daunenmantel stets sauber und frisch zu wissen. Wer sich die eigenständige Reinigung nicht zutraut, sollte dennoch die „normale“, chemische Reinigung meiden. Es sei denn, sie bietet einen professionellen Waschservice für Daunen an.
  • Der Daunenmantel sollte stets mit viel Platz auf einem Bügel aufgehängt werden. Nur für einen Transport sollte er in einen Transportbeutel gestopft werden. Ja richtig – gestopft! Wird der Mantel immer wieder auf ein und dieselbe Weise gefaltet und im Koffer verstaut, so wird dieser schnell das Faltenmuster annehmen. Und ganz nebenbei – Daunen wollen atmen.
  • Lüften, lüften, lüften! Geht es ausschließlich um Gerüche, die dem Daunenmantel anhaften, sollte er nur ausreichend ausgelüftet werden. Gewaschen werden sollte der Mantel nur dann, wenn er tatsächlich stark verschmutzt ist und der Schmutz nicht ausgebürstet werden kann.
  • Wenn es tatsächlich zu einer notwendigen Wäsche kommt, ist ein spezielles Waschmittel für Daunen zu verwenden. Denken Sie daran: Daunen sind sehr empfindlich.
  • Denken Sie daran, alle Reißverschlüsse des Mantels zu schließen.
  • Sollte der Daunenmantel Risse oder andere Schadstellen aufweisen, so sind diese VOR dem ersten Waschgang zu reparieren.
  • Der Daunenmantel sollte IMMER alleine in die Waschmaschine gegeben werden. ACHTUNG – es wird eine große Waschmaschine für den Daunenmantel benötigt (circa 7 bis 10 Kilogramm Fassungsvermögen).
  • Nutzen Sie bitte NIEMALS Weichspüler.
  • Wählen Sie entweder das Woll- oder das Feinwaschprogramm.
  • Nutzen Sie den Extraspülgang, um auch die letzten Waschpulverreste auszuspülen.
  • Um den Daunenmantel zu trocknen, ist ein Wäschetrockner notwendig. ACHTUNG – zu heiße Temperaturen im Trockner sind zu meiden! Es empfiehlt sich, drei Tennisbälle in den Trockner zugeben, da diese die Daunen zusätzlich auflockern.
  • Es ist nicht empfehlenswert, Daunen ohne Trockner zu trocknen. Denn es besteht die große Gefahr, dass sie verklumpen recht schnell, wenn sie nicht in kurzen Abständen wieder aufgeschüttelt werden. Da Daunen jedoch sehr schwer sind, kann jedes Aufheben des noch schweren Mantels zu weiteren Verklumpungen bzw. Absacken der Daunen führen. Und das kann das Ende des Mantels sein.